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1.10.2007

Berlin ist eine Reise Wert


Reisebericht von der Wahlkreisfahrt der SPD nach Berlin von Hans-Georg Gött


Auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Christine Lambrecht reisten 50 politisch interessierte Bürger und Bürgerinnen aus ihrem Wahlkreis Bergstrasse vier Tage nach Berlin. Die Reisegruppe war sehr heterogen. Neben Herrn Amtsgerichtdirektor Schwarz mit 19 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen aus dem Amtsgericht Lampertheim gehörten der Reisegruppe Bürger und Bürgerinnen aus Birkenau, Bobstadt, Bürstadt und Mannheim an.

Von Mannheim ging es mit dem ICE in die Bundeshauptstadt, wo ein vielfältiges Programm auf die Gruppe wartete. Für 4 Tage betreute Herr Hiller, ein Referent aus dem Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, kompetent, freundlich und flexibel die Gruppe von der Bergstrasse. Ein Bus, nur für die Bürger und Bürgerinnen des Wahlkreises bestimmt, brachte diese schnell und sicher zu den einzelnen Programmpunkten sowie zum Hotel in Berlin Friedrichshain.

Kaum in Berlin angekommen besuchte die Gruppe die Ausstellung „Wege, Irrwege, Umwege – Die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland“ im Deutschen Dom am Gendarmenmarkt. Auf 5 Ebenen wird der Besucher hier über die historische Entwicklung des parlamentarischen Systems in Deutschland informiert. Er erhält Informationen und Eindrücke über die Anfänge kurz nach der französischen Revolution, die Revolutionsjahre 1848/49, die Kaiserzeit, die Weimarer Republik, Nazideutschland, die DDR, Frauen und Politik sowie die Parlamentsarchitektur im heutigen Deutschland.

Diese erste Ausstellung war ein kleiner Vorgeschmack auf die kommenden Tage. Jeder Tag brachte neue Einsichten, bestätigte Bekanntes, regte zu neuen Denkanstößen an oder weckte Emotionen und führte so zu Diskussionen unter den Teilnehmern. Gerade der Besuch des Museums in Berlin – Karlshorst, der Stätte der Kapitulation der Wehrmacht, ließ keinen unberührt und bestätigte einmal mehr die Sinnlosigkeit von Kriegen.
Informationsgespräche im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorssicherheit sowie im Bundesministerium der Justiz lenkten das Interesse auf noch zu bewältigende Aufgaben dieser Ministerien Durch kompetente Fragen und Schilderungen aus der Praxis konnten die Amtsgerichtsleute dem Gespräch im Justizministerium eine besondere Note verleihen.
Beim Besuch des Reichstags, dem Sitz des Deutschen Bundestages, mit Vortrag und Besichtigung der Glaskuppel strömten wieder viele Eindrücke auf den Einzelnen ein.
Ein kleiner Höhepunkt stellte das Gespräch mit Christine Lambrecht im Paul-Löbe-Haus dar. Obwohl unter Zeitdruck, da sie schon 4 Stunden später einen Termin in Viernheim hatte, berichtete sie locker, freundlich und aufgeschlossen über ihre Arbeitsbelastung und Aufgaben in einer Sitzungswoche in Berlin. Ihre Schilderung veranlasste einen Besucher zu der Frage, wann sie eigentlich Zeit für sich und ihre Familie hätte. Die gäbe es schon. Außerdem habe sie sich freiwillig dieser Aufgabe gestellt und mache den Job eines Parlamentariers sehr gerne. Diese Aussage unterstrich den Eindruck, den viele der Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus dem Gespräch mit ihr hatten: eine Frau, die sich voll in ihre Aufgaben kniet, mit Elan bei der Sache ist, Sachfragen scharf analysiert und sehr menschlich und sympathisch wirkt.
Eine mehrstündige Stadtrundfahrt, die an viele der bekannten Sehenswürdigkeiten vorbeiführte, rundete das Bild von Berlin ab. So fuhr man durch Kreuzberg, mit 67 Metern der höchste Punkt Berlins, bewunderte den dortigen Wasserfall und erfuhr etwas über die sozialen Probleme der Stadt. Das Regierungsviertel, Potsdamer Platz und Sony Center, Pariser Platz, Unter den Linden, Kurfürstendamm, Checkpoint Charlie, Museumsinsel, das Rote Rathaus waren nur einige der vielen Sehenswürdigkeiten, die man kennen lernte.

Angeregt durch diese Vielfalt, begaben sich die Teilnehmer nach dem Abendessen auf individuelle Erkundungstouren durch Berlin, um vieles hautnah zu erleben. Szenelokale, das Brandenburger Tor bei Nacht, die Hackeschen Höfe, die vielen Studentenkneipen, die U-Bahnstationen, das Mahnmal im Dunkeln, die Leuchtreklamen alles hatte seinen besonderen Flair. Da Berlin keine Sperrstunde hat, pulsiert dort das Leben ohne Pause. Kabarett vom feinsten erlebten Besucher in der Distel sowie bei den Stachelschweinen. Andere erfreuten sich am Kultmusical „Tanz der Vampire“ oder bestaunten die Revue im Friedrichstadtpalast. Ein russischer Mönchschors sang in der Marienkirche.

Am letzten Tag stand der Besuch der Willy-Brandt-Stiftung im Rathaus Schöneberg auf dem Programm. Die geballte Darstellung des Lebenswerkes dieses Mannes erzeugte tiefe Bewunderung: nichteheliches Kind, Freiheitskämpfer, Sozialdemokrat, Regierender Bürgermeister von Berlin, erster SPD-Kanzler der BRD, Visionär, als Kanzler gestürzt und Friedensnobelpreisträger. Seine auf Versöhnung ausgerichtete Ostpolitik sowie die Aufnahme des Dialogs mit der DDR können als Grundstein für spätere politische Veränderungen im Ost- West-Verhältnis betrachtet werden.
Zurück in Mannheim waren sich alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen darin einig, an einem anstrengenden, informativen und in allen Belangen gelungenem Programm teilgenommen zu haben.

 

 
   

 

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